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Erfolgreiche Zwischenbilanz bei Heiligenhaus aktiv fürs Klima gezogen

Am 20. April trafen sich die Teilnehmer von Heiligenhaus aktiv fürs Klima im Umweltbildungszentrum, wo Zwischenbilanz nach einem Jahr gezogen wurde.

Die Bilanz nach einem Jahr kann sich sehen lassen. 215 425 Kilowattstunden Strom und damit 49 Tonnen CO2 weniger haben die Heiligenhauser Bildungseinrichtungen verbraucht. Das war eine Ersparnis von vier Prozent. Den Stromverbrauch von etwa elf Haushalten haben die Heiligenhauser Schulen und Kindertagesstätten damit im vergangenen Jahr eingespart. Alle städtischen Bildungseinrichtungen hatten sich an der Aktion „Aktiv fürs Klima“ beteiligt.

Gefördert mit 100 000 Euro von der Bundesregierung sollten in dem Projekt in den Schulen neue Ansätze zum Energiesparen entdeckt und erarbeitet werden. Das, das schon im ganz Kleinen gelingen kann, demonstrierten die Jungen und Mädchen der Kita Löwenzahn. Statt Plastiktüten fürs Frühstück, bringen die Kinder Mehrzweckdosen mit, um Müll zu vermeiden. Selbstgebastelte „Licht-aus“-Karten werden an die Kinder in der Einrichtung verteilt, die vergessen haben, das Licht auszuschalten. Die Lichtschalter werden mit Schildern beklebt, um zu zeigen, wo die Aus-Position ist.

Die Vorschulkinder der Kita Isenbügel beschäftigten sich mit dem Klimaschutz. Besonders das Schicksal der Eisbären, deren Lebensraum wegen des Klimawandels immer weiter eingeschränkt wird und die immer weniger Eisschollen finden, hatte die Kinder beeindruckt. Als es im Winter fror, brachten sie ihren Erzieherinnen Eisstücke im Sandeimerchen, „damit die Bären wieder Eis haben“.

Auch die Eltern berichteten, dass die Beschäftigung mit dem Thema Energiesparen Wirkung zeigt. Sie werden von ihren Kindern ermahnt, das Licht auszuschalten und beim Einkauf einen Korb mit zunehmen und auf Plastiktüten zu verzichten.

Sehr positiv aufgenommen wurde der „Warme-Pulli-Tag“ im Dezember, an dem sich fast alle Schulen beteiligt hatten. Die Temperatur in den Klassenzimmern und Kitaräumen wurde um einige Grad abgesenkt, um Enegie zu sparen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Die meisten Schüler haben gar nichts gemerkt,“ hieß es. Auch im kommenden Winter soll es wieder einen „Warmen-Pulli-Tag“ geben. Schließlich strebt die Stadt für den Projektzeitraum von drei Jahren eine Energieersparnis von 14 Prozent an.

Dass sich Energiesparen auch finanziell auszahlt, erlebten die Schulen und Kitas bei der anschließenden Scheckübergabe. Insgesamt wurden Schecks für Energiespar- und Aktivitätsbonus in Höhe von 8.907 € ausgezahlt.

Das Projekt "Aktiv fürs Klima" wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

 

vom 25. April 2016

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Die Verantwortlichen der Schulen und Kitas mit den ihnen überreichten Schecks zum Energiespar- und Aktivitätsbonus (Foto: WertSicht)