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Energieaudits nach EDL-G: verschärfte Anforderungen an Qualität und Bericht

Am 13. Februar hat das BAFA das neue Merkblatt für Energieaudits veröffentlicht. Als weitere Hilfestellung für betroffene Unternehmen und Energieauditoren gibt es nun auch einen neuen Leitfaden für die Berichterstellung. Während es im Merkblatt keine allzu großen Änderungen gibt, stehen im Leitfaden umfangreiche Neuerungen.

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Die wesentlichen Änderungen sind:

  • Der Beratungsbericht wurde umstrukturiert
  • Das Auftaktgespräch muss nun detaillierter protokolliert werden
  • Clusterungsprozesses bei Unternehmen, die das Multi-Site-Verfahren anwenden, müssen genauer beschrieben werden
  •  Für Energieeffizienzmaßnahmen werden wesentlich detailliertere, rechnerische Nachweise für Energieeinsparungen gefordert
  • Wirtschaftliche Bewertungen der Energieeffizienzmaßnahmen müssen fundierter erfolgen, zum Beispiel reicht es nicht mehr aus, alleine die statische Amortisationszeit anzugeben
  • Die vorhandene Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Kälte, Beleuchtung, Druckluft usw.) muss genauer beschrieben werden
  • Die Nachvollziehbarkeit der Energiedaten muss gewährleistet werden
  • Energieleistungskennzahlen müssen aussagekräftig und geeignet sein, die energetische Leistung des Betriebs abzubilden

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Clusterbildung bei Multis-Site-Verfahren: Cluster von beispielsweise Produktionsstätten oder Krankenhäuser können nicht mehr gebildet werden, da bei diesen Einrichtungen keine eindeutige Vergleichbarkeit im Cluster gewährleistet werden kann. Das hat zur Folge, dass Produktionsstätten, Krankenhäuser, aber auch Hotels und andere, ähnliche Betriebe zukünftig einzeln auditiert werden müssen. Hier sehen wir einen großen Mehraufwand gegenüber der ersten Runde der Energieaudits.

Die neuen Regelungen scheinen zum Ziel zu haben, die Qualität der Energieaudits sowie die Umsetzung von Maßnahmen zu steigern. Zugleich wird deutlich, dass für komplexe Organisationen wie produzierende Betriebe der erhöhte Auditaufwand immer weniger lohnt. Stattdessen wird die Einführung eines Managementsystems basierend auf der ISO 50001 (Energie) und EMAS (Umwelt) immer attraktiver.

Die neuen Regelungen sind ab sofort gültig. Wir haben die Änderungen bereits in unsere Prozesse und Tools eingearbeitet, sodass wir ab sofort nach dem neuen Merkblatt und dem Leitfaden auditieren können.

Ob anstatt der Energieaudits für Ihr Unternehmen ein Managementsystem lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab- sprechen Sie uns hierauf gerne an. Wir bieten Ihnen dazu einen Systemcheck an, der Ihnen sagt, wie gut Ihr Unternehmen im Energie- oder Umweltmanagement bereits aufgestellt ist.

 

vom 26.02.2019

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