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CSR-Berichterstattungspflicht - ab dem 1. Januar 2017 verpflichtend

Ab dem 01.01.2017 tritt die EU Richtlinie 2014/95/EU in Kraft.

Bisher besteht für Unternehmen lediglich die Verpflichtung im sogenannten Lagebericht auf für die Unternehmensentwicklung relevanten Risiken nichtfinanzieller Art einzugehen. Zukünftig muss entweder im Rahmen eines integrierten Berichts oder in einen separaten Nachhaltigkeitsbericht das Spektrum der dargestellten Themen um Bereiche wie Umweltauswirkungen, Sozialbelange, Korruption und Achtung der Menschenrechte ergänzt werden. Außerdem geht es darum  bestehende Unternehmensrisiken und vor allem auch die Strategie und erste Erfolge bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung aufzuzeigen.

Auf Grund der veränderten gesellschaftlichen Erwartungen von Stakeholdern bekommen interne und externe Ansprüche an die Wirtschaftsweise von Unternehmen wie z.B. die natürlichen und gesellschaftlichen Lebensgrundlagen, welche durch das eigene Geschäftsmodell genutzt werden, zu schützen und bestenfalls sogar positiv zu beeinflussen, und auch Work-Life Balance Themen, eine stetig wachsende Bedeutung.

Ethisch verantwortungsvoll handelnde Unternehmen sollen deshalb zukünftig Ihre Stakeholder regelmäßig über ihre Nachhaltigkeitsstrategie bzw. -ziele informieren und möglichst viele Anspruchsgruppen in diesen Prozess miteinbeziehen. Laut EU Richtlinie werden ab 2017 in einem ersten Schritt nur spezifisch definierte, größere Unternehmen ab 500 Mitarbeiter von sogenanntem öffentlichem Interesse von der CSR-Berichtspflicht betroffen sein. Ob speziell Ihr Unternehmen direkt von der Berichtspflicht betroffen ist, können wir gerne für Sie ermitteln.

Die Berichtspflicht betrifft übrigens indirekt auch die Zulieferer, denn um die geforderte Transparenz in den Berichten zu erreichen, müssen u.a. die Lieferketten analysiert und Anfragen zur Umweltfreundlichkeit der Produkte beantwortet werden. Zulieferer werden heutzutage bereits sehr häufig aufgefordert zugesandte Kodizes zu unterzeichnen, um auf Dauer auf der Lieferantenliste platziert zu bleiben.  Diese Tendenz wird zukünftig garantiert noch weiter zunehmen, da Unternehmen für die Erstellung Ihrer Berichte auf Informationen der Zulieferer über die Einhaltung von vereinbarten Richtlinien bzw. Kodizes angewiesen sind.

Einige Unternehmen haben sich schon vor vielen Jahren freiwillig dieser Herausforderung gestellt. Die Marketingleiterin eines Unternehmens sagte uns vor einigen Monaten: "Wir waren zwar nicht direkt von der Berichtspflicht betroffen, haben uns aber freiwillig dazu entschlossen einen derartigen Bericht zu erstellen, um durch CSR Klarheit über unsere Prozesse zu erlangen, Kosten durch Energieeffizienzmaßnahmen einzusparen und die Überlebenschancen unseres Unternehmens langfristig zu verbessern. Außerdem haben wir durch die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts in Form einer Hochglanzbroschüre unsere immer mehr zur  Herzensangelegenheit werdende Strategie des nachhaltigen Wirtschaftens in allen Bereichen unseres Unternehmens auch professionell erfolgreich nach außen kommuniziert und transparent gemacht".

Es geht darum von der reinen Finanzkennzahlenfixierung hin zu einer umfassenden Berücksichtigung des gesellschaftlichen Umfelds und der Interessen möglichst vieler, relevanter Anspruchsgruppen zu kommen, um auf diese Weise zur langfristigen Zukunftssicherung des Unternehmens beizutragen. Die neu festgelegten zusätzlichen, nichtfinanziellen Leistungsindikatoren können zur gezielten Steuerung des Unternehmensalltags eingesetzt werden. Durch die Transparenz und Veröffentlichung des Berichtes wird die Kommunikation mit den Stakeholdern verbessert und es entsteht eine beidseitige Offenheit für Rückmeldungen und gegenseitigen Gedankenaustausch.

Mit einem aussagekräftigen Nachhaltigkeitsbericht, welcher über die Auswirkungen Ihrer Unternehmenstätigkeit auf die drei Säulen Ökonomie, Gesellschaft und Ökologie transparent Rechenschaft ablegt, dokumentieren Sie die bereits vorhandene bzw. geplante Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung und sichern auf diese Weise auch zukünftig eine nachhaltige Entwicklung Ihres Unternehmens.

Möchte ein Unternehmen der CSR-Berichterstattungspflicht nachkommen (spätestens sechs Monate nach dem ersten Bilanztermin im Jahr 2017), tauchen als erstes Fragen nach der Struktur, der Form und dem Umfang des Berichtes auf. In Abhängigkeit von der Unternehmensart, -größe, -branche und den spezifischen Erwartungen der Anspruchsgruppen bieten wir Ihnen an, Sie bei den individualisierten Inhalten für Ihren Nachhaltigkeitsbericht, basierend auf vorhandenen Rahmenwerken wie GRI 4 (Global Reporting Initiative), Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) oder die ISO 26000, zu unterstützen.

Gerne prüfen wir mit Ihnen, ob Sie berichtspflichtig sind und stellen Ihnen auch unverbindlich die Inhalte und Vorteile eines Nachhaltigkeitsmanagement vor.

Kommen Sie gerne auf uns zu.

vom 1.06.2016

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